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Lernfelder und Bündelungsfächer
Fachrichtung Automatendienstleistung

Beschreibung der Bündelungsfächer

Die Beschreibung der Bündelungsfächer verdeutlicht den Zusammenhang der Arbeits- und Geschäftsprozesse in gleichen oder affinen beruflichen Handlungsfeldern, die konstituierend für die jeweiligen Lernfelder sind. Die Lernfeldübersicht zeigt die Zuordnung der Lernfelder zu den Bündelungsfächern.

Kaufmännische Geschäftsprozesse in der Automatenwirtschaft

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr stellen die Schülerinnen und Schüler beider Fachrichtungen im Bündelungsfach Kaufmännische Geschäftsprozesse in der Automatenwirtschaft betriebliche Zusammenhänge dar, bewerten diese und beurteilen Automatenaufstellplätze.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die Rechtsform und das Unternehmensleitbild ihres Betriebes, klären ihre Rolle im dualen Ausbildungssystem und lernen Rechte und Pflichten der Vertragspartnerinnen und Vertragspartner kennen. Sie informieren sich über alternative Automatenaufstellplätze und planen diese. Sie planen die Routen, um Automaten anzufahren und arbeiten mit Kenngrößen, um Automaten abzurechen (LF 1, LF 11).

Im dritten Ausbildungsjahr wird das Bündelungsfach Kaufmännische Geschäftsprozesse in der Automatenwirtschaft ausschließlich in der Fachrichtung Automatendienstleistung unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler führen Marketingmaßnahmen durch und nehmen personalwirtschaftliche Aufgaben war.

Deshalb analysieren die Schülerinnen und Schüler Märkte von Automaten unter Marketinggesichtspunkten, planen Maßnahmen und entwickeln einen Marketingplan. Auch Personalmaßnahmen sowie Personalmanagement und Personalbeschaffung werden von ihnen analysiert. Sie entwerfen Personaleinsatzpläne und beurteilen Personalveränderungen im Unternehmen (LF 13D, LF 14D).

Automatenbewirtschaftung und Kundenorientierung

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr stellen die Schülerinnen und Schüler beider Fachrichtungen im Bündelungsfach Automatenbewirtschaftung und Kundenorientierung Waren bereit, nehmen Grundeinstellungen an den Automaten vor und betreuen Kundinnen und Kunden.

Die Schülerinnen und Schüler kennen die branchentypischen Produkte und deren Eigenschaften, planen die Warenbeschaffung, führen eine Inventur durch und ermitteln mithilfe von Lagerkennziffern vergleichbare Daten. Sie können Automaten für die Übergabe an die Kundin bzw. den Kunden vorbereiten und kundengerechte Anpassungen vornehmen. Auch Qualitätsstandards sind ihnen vertraut. Die Kundin oder der Kunde wird von den Schülerinnen und Schüler im Kontakt situationsgerecht angesprochen und sie können angemessen auf verschiedene Gesprächsverläufe mit Kommunikationsstrategien reagieren (LF 4, LF 7, LF 10).

Im dritten Ausbildungsjahr wird das Bündelungsfach Automatenbewirtschaftung und Kundenorientierung nur in der Fachrichtung Automatendienstleistung unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler beheben Vertragsstörungen.

Die Schülerinnen und Schüler sind sich über die Pflichten aus dem Kaufvertrag bewusst und können auftretende Leistungsstörungen angemessen bearbeiten (LF 12D).

Wartung und Instandhaltung

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr prüfen die Schülerinnen und Schüler beider Fachrichtungen im Bündelungsfach Wartung und Instandhaltung elektrotechnische Systeme und Sicherheitseinrichtungen und führen Wartungen durch.

Sie berechnen Grundschaltungen der Elektrotechnik, wissen um die Gefahren des elektrischen Stroms, kennen die Vorschriften zu den Schutzmaßnahmen und prüfen Automaten. Die Schülerinnen und Schüler warten und reinigen branchenspezifische Automaten (LF 5, LF 8, LF 9).

Im dritten Ausbildungsjahr wird das Bündelungsfach Wartung und Instandhaltung ausschließlich in der Fachrichtung Automatenmechatronik unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler gewährleisten die Betriebsbereitschaft von Automaten und Anlagen und nutzen Wartungssysteme.

Die Schülerinnen und Schüler führen eine systematische Wartung und Fehlersuche durch, beseitigen mechanische und elektrische Fehler und tauschen mechanische und elektrische Verschleißteile aus (LF 13M, LF 14M).

Automatenaufstellung

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr wählen die Schülerinnen und Schüler beider Fachrichtungen im Bündelungsfach Automatenaufstellung branchenspezifische Automaten aus, nehmen sie erstmalig in Betrieb und stellen sie auf.

Dazu planen und bereiten die Schülerinnen und Schüler die Aufstellung von Automaten vor, machen sich mit den technischen Rahmenbedingungen und den Grundschaltungen der Digitaltechnik vertraut und führen die Aufstellung durch (LF 2, LF 3, LF 6).

Im dritten Ausbildungsjahr wird das Bündelungsfach Automatenaufstellung nur in der Fachrichtung Automatenmechatronik unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler sichern Informations- und Kommunikationssysteme und stellen Automatenverbände auf.

Die Schülerinnen und Schüler installieren und konfigurieren spezifische Automatensoftware und führen Versionswechsel durch.

Im Rahmen eines Projektes installieren und konfigurieren sie Netzwerke für betriebliche Automatenverbände und beachten dabei die Grundsätze einer Projektorganisation (LF 12M, LF 15M).

Lernfeldübersicht

1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4Lernfeld 5

40 Std.

Betriebliche Zusammenhänge darstellen und bewerten

40 Std.

Branchenspezifische Automaten auswählen

40 Std.

Automaten erstmalig in Betrieb nehmen

80 Std.

Waren bereitstellen

80 Std.

Elektrotechnische Systeme prüfen

exemplarische Lernsituation 

exemplarische Lernsituation 

exemplarische Lernsituation 

2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8Lernfeld 9Lernfeld 10Lernfeld 11

80 Std.

Automaten aufstellen

40 Std.

Grundeinstellungen vornehmen

40 Std.

Wartung durchführen

40 Std.

Sicherheitseinrichtungen prüfen

40 Std.

Kundinnen/Kunden betreuen

40 Std.

Automatenaufstellplätze auswerten

exemplarische Lernsituation 

3. Ausbildungsjahr
Lernfeld 12DLernfeld 13DLernfeld 14D

80 Std.

Vertragsstörungen beheben

100 Std.

Marketingmaßnahmen durchführen

100 Std.

Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 24.02.2017