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Lernfelder und Bündelungsfächer

Beschreibung der Bündelungsfächer

Die Beschreibung der Bündelungsfächer verdeutlicht den Zusammenhang der Arbeits- und Geschäftsprozesse in gleichen oder affinen beruflichen Handlungsfeldern, die konstituierend für die jeweiligen Lernfelder sind. Die Lernfeldübersicht zeigt die Zuordnung der Lernfelder zu den Bündelungsfächern.

Entwicklungs- und Planungsprozesse

Die Ziele aller Lernfelder sind entsprechend des pragmatischen Ansatzes für die Gestaltung handlungsorientierten Unterrichts als "vollständige Handlung" formuliert. Die Zuordnung der Lernfelder zu den einzelnen Bündelungsfächern richtet sich nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt. Im Bündelungsfach Entwicklungs- und Planungsprozesse sollen insbesondere die Aufgaben im Vordergrund des unterrichtlichen Geschehens stehen, die sich mit der Entwicklung bzw. der Gestaltung der Produkte sowie der Fertigungsplanung befassen.

Im ersten Ausbildungsjahr werden die Kriterien der Materialauswahl, die Suche nach konstruktiven Lösungen und die Bedeutung der geeigneten Darstellungsform der Fertigungsunterlagen betont. Die Kompetenzen werden erweitert durch die besondere Berücksichtigung unterschiedlicher Werkstoffe, auftragsspezifischer Vorgaben und Qualitätskriterien sowie der Arbeitsablaufplanung (LF 1, LF 3).

Schwerpunkt des zweiten Ausbildungsjahres ist das Thema "Gestaltung". Am Beispiel eines Einzelmöbels entwickeln, planen und präsentieren die Schülerinnen und Schüler auch im Team Gestaltungsvarianten. Dabei berücksichtigen sie ästhetische, funktionale und konstruktive Aspekte. Sie reflektieren den Entwurfs-, Planungs- und Herstellungsprozess sowie die Zusammenarbeit im Team (LF 5).

Im dritten Ausbildungsjahr wird der Nachweis erbracht, selbstständig einen vollständigen Kundenauftrag bis zur Fertigungsreife zu entwickeln, zu gestalten und zu planen. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz einen Kundenauftrag aus dem eigenen betrieblichen Tätigkeitsfeld vollständig zu erfassen und unter Berücksichtigung ästhetischer, technologischer, ökologischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte umzusetzen (LF 12).

Fertigungsprozesse

Die Lernfelder dieses Bündelungsfaches enthalten auftrags- bzw. kundenbezogene Aufgabenstellungen, die ein planvolles, zielgerichtetes Vorgehen bei der fertigungstechnischen Umsetzung des Auftrags voraussetzen.

Im ersten Ausbildungsjahr werden die Produkte insbesondere im Hinblick auf Material-, Werkzeug- und Maschineneinsatz, Konstruktion und Qualität analysiert und der Fertigungsprozess geplant. Die Schülerinnen und Schüler erstellen auch rechnergestützt die notwendigen Fertigungsunterlagen. Sie reflektieren, dokumentieren und präsentieren den Planungs- und Fertigungsprozess (LF 2, LF 4).

Im zweiten Ausbildungsjahr sind die Schülerinnen und Schüler in der Lage, ein Systemmöbel zu planen, zu fertigen und zu montieren. Sie berücksichtigen dabei die Besonderheiten der "rationellen Fertigung" durch den Einsatz rechnergestützter Techniken, den Vorrichtungsbau und die Verschnittoptimierung. Sie ergreifen Maßnahmen zur Instandhaltung von Maschinen und Werkzeugen und sichern die Qualität des Fertigungsprozesses (LF 6).

Auf der Basis der erworbenen Kompetenzen sind die Schülerinnen und Schüler im dritten Ausbildungsjahr in der Lage, einen Arbeitsauftrag aus der jeweiligen Fachrichtung auszuführen.
In der Fachrichtung Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen (HMI) planen die Schülerinnen und Schüler den Fertigungsablauf für ein vorgegebenes Möbel oder Innenausbauteil unter Berücksichtigung der industriellen Serienfertigung. Sie beschreiben die komplexe Fertigung und entwickeln den Fertigungsprozess weiter (LF 11 HMI).

In der Fachrichtung Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen (HBH) planen die Schülerinnen und Schüler den Fertigungsablauf für ein auftragsbezogenes Packmittel. Sie erstellen die Fertigungsunterlagen unter Berücksichtigung der Vorschriften für Packmittel und reflektieren das Produktionsverfahren (LF 11 HBH).

In der Fachrichtung Montieren von Innenausbauten und Bauelementen (MIB) planen die Schülerinnen und Schüler die Durchführung von Anschluss- und Rückbauarbeiten für elektrische Geräte und Einrichtungen sowie an Wasser-, Abwasser- und Lüftungsleitungen im Rahmen von Innenausbauprojekten. Dabei beachten Sie die geltenden Sicherheitsbestimmungen. Sie beschreiben die Herstellung von Verbindungen, prüfen die Anschlüsse, dokumentieren die Ergebnisse und entwickeln Maßnahmen zur Behebung von Mängeln (LF 11 MIB).

Auftragsabwicklung/Prozessoptimierung

Im Bündelungsfach Auftragsabwicklung/Prozessoptimierung sind die Lernfelder zusammengefasst, in denen die Abwicklung eines Auftrages (LF 7) oder Kundenauftrages (LF 8, LF 9, LF 10) im Mittelpunkt steht. Dabei wird der Auftrag analysiert, um die Fertigung und Montage auftrags- und kundenbezogen zu planen. Die Arbeitsprozesse werden reflektiert und optimiert.
In den Fachrichtungen Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen (HMI) und Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen (HBH) stehen dabei die Inbetriebnahme, Bedienung und Überwachung sowie die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen zur Produktion von Holzerzeugnissen im Mittelpunkt.

In der Fachrichtung Montieren von Innenausbauten und Bauelementen (MIB) stehen die baulichen Gegebenheiten, die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken, der Transport und die Montage von Bauteilen und Bauelementen im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler sind im zweiten Ausbildungsjahr in der Lage, Fertigungs- und Montageunterlagen unter Einbeziehung unterschiedlicher Werkstoffe und Konstruktionsprinzipien sowie baulicher Gegebenheiten zu erstellen. Für die rationelle Fertigung nutzen sie auch programmierbare Maschinen und wenden Kenntnisse der Steuer- und Regelungstechnik an. Bei Produktionsstörungen analysieren sie Fehler und Ursachen und veranlassen die Behebung von Störungen. Sie planen die Baustelleneinrichtung, Baustellensicherung und Montage. Sie führen sachgemäße Bauanschlüsse aus und verwenden montagetypische Werkzeuge und Maschinen. Die Schülerinnen und Schüler kontrollieren die Arbeitsergebnisse und ergreifen notwendige Schritte zur Fehlerbeseitigung (LF 7, LF 8).

Eine zentrale Aufgabe der Holzmechanikerinnen und Holzmechaniker im dritten Ausbildungsjahr ist die Überwachung von Produktions- und Arbeitsprozessen in der Holzindustrie. Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in diesem Zusammenhang Bauelemente mit speziellen Maschinen und Werkzeugen zu fertigen und zu montieren sowie die Fertigung und Montage zu reflektieren und zu optimieren (LF 9, LF 10).

Lernfeldübersicht

1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4

80 Std.

Einfache Produkte aus Holz herstellen

80 Std.

Zusammengesetzte Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen herstellen

80 Std.

Produkte aus unterschiedlichen Werkstoffen herstellen

80 Std.

Kleinmöbel herstellen

2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 5Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8

80 Std.

Einzelmöbel herstellen

60 Std.

Systemmöbel herstellen

60 Std.

Einbaumöbel herstellen und montieren

80 Std.

Raum begrenzende Elemente des Innenausbaus herstellen und montieren

Im 3. Ausbildungsjahr unterscheiden sich die Lernfelder im Bildungsgang je nach Fachrichtung

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 19.04.2016