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Lernfelder und Bündelungsfächer

Beschreibung der Bündelungsfächer

Die Beschreibung der Bündelungsfächer verdeutlicht den Zusammenhang der Arbeits- und Geschäftsprozesse in gleichen oder affinen beruflichen Handlungsfeldern, die konstituierend für die jeweiligen Lernfelder sind. Die Lernfeldübersicht zeigt die Zuordnung der Lernfelder zu den Bündelungsfächern.

Planung und technische Kommunikation

Das Fach Planung und technische Kommunikation fasst die Lernfelder zusammen, die sich mit der Planung von Arbeitsabläufen und deren technischen Dokumentationen zur Umsetzung beschäftigen.

Im ersten Ausbildungsjahr machen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Arbeitsabläufen in ihrem Ausbildungsbetrieb vertraut. Sie nutzen Arbeitsbegleitpapiere, z. B. technische Zeichnungen, Skizzen und Zuschnittpläne und arbeiten nach Vorgaben unter Berücksichti-gung von Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen. (LF 1)

Im zweiten Ausbildungsjahr erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen bei der Bearbeitung von Arbeitsaufträgen. Sie wählen die entsprechenden Werkstoffe, z. B. Polsterbezugsmaterialien, Schaumstoffe, Polsterwatten und Polstervliese auf der Grundlage ihrer Eigenschaften aus. Sie kalkulieren den Materialbedarf und den Verschnitt unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte. (LF 6)

Im dritten Ausbildungsjahr erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen bei der Entwicklung und Gestaltung von Prototypen. Sie entwickeln ein detailliertes Umsetzungskonzept mit den dazugehörigen Fertigungsunterlagen. Bei der Umsetzung wenden sie die werkstoffbezogenen Verarbeitungstechniken zur Herstellung an. Sie berücksichtigen wirtschaftliche, ökonomische und ökologische Aspekte. (LF 12)

Elementherstellung

Das Fach Elementherstellung fasst die Lernfelder zusammen, die sich mit der Herstellung vorgegebener Polsterelemente beschäftigen.

Im ersten Ausbildungsjahr erstellen die Schülerinnen und Schüler auftragsbezogen einfache Objekte. Sie wählen geeignete Materialien aus, berechnen den Materialbedarf und planen den Einsatz von Betriebsmitteln zum Trennen und Fügen unter Beachtung von Sicherheitsbestimmungen und Umweltschutz. Bei der Planung der einfachen Sitzpolster berücksichtigen sie den individuellen Aufbau und den angestrebten Komfort. Sie richten den Arbeitsplatz ein, bereiten den Polstergrund vor, fertigen die geplanten Polsteraufbauten und beziehen diese. (LF 2, LF 4)

Im zweiten Ausbildungsjahr erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen indem sie einfache Polsterungen, z. B. Arm- und Rückenpolsterungen, mit unterschiedlichen Aufbauten und mit den entsprechenden Arbeitstechniken nach Qualitätsvorgaben herstellen. (LF 8)

Die Kompetenzerweiterung der Schülerinnen und Schüler im dritten Ausbildungsjahr besteht in der Planung und Durchführung arbeitsgleicher und arbeitsteiliger Fertigungsabläufe. Sie wenden verschiedene Arbeitstechniken, z. B. Fülltechniken, an. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Arbeitsprozesse und beurteilen ihre Arbeitsergebnisse im Hinblick auf deren funktionale und optische Qualität sowie Verkäuflichkeit. (LF 10)

Polsterprozesse

Das Fach Polsterprozesse fasst die Lernfelder zusammen, die sich mit Objektpolsterungen und qualitätssichernden Maßnahmen beschäftigen.

Im ersten Ausbildungsjahr planen die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsschritte zur Herstellung von Polsterobjekten. Sie unterscheiden dabei die unterschiedlichen Polstergründe und begründen die Auswahl von Materialien und Arbeitsschritten. (LF 3)

Im zweiten Ausbildungsjahr erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen bei der Herstellung von Hochpolstern. Sie fertigen Polstergründe an und führen Polsteraufbauten bis zum Weißpolster aus. Sie beziehen Hochpolster einschließlich modellbezogener Zier- und Abschlussarbeiten. Die Schülerinnen und Schüler fertigen Polsterbezüge für feste und legère Polsterobjekte mit unterschiedlichen Bezugsmaterialien an und verwenden dabei Schablonen. Sie verarbeiten Bezugsmaterialien muster- und rapportgerecht. Sie berücksichtigen auftrags- und objektbezogene Zugaben. (LF 5, LF 7)

Im dritten Ausbildungsjahr erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen bei der Herstellung von Liegemöbeln. Sie analysieren den Arbeitsauftrag und planen die Herstellung von Liegemöbeln mit Liegepolstern und Matratzen unter Berücksichtigung von Funktionselementen. Nach Art, Komfortanspruch und Verwendung wählen sie Polsterkonstruktionen, Werk- und Hilfsstoffe sowie Zubehör aus. Sie montieren mechanische und elektrisch angetriebene Funktionselemente an Liegemöbeln nach Montageanleitung und überprüfen deren Funktion.

Die Schülerinnen und Schüler planen unter Berücksichtigung qualitätssichernder Maßnahmen die Endmontage von Sitz- und Liegemöbeln, den Einsatz von Betriebsmitteln und ermitteln den Zeitaufwand. Sie beachten Vorgaben zur Arbeitsergonomie und berücksichtigen den Umweltschutz. Sie dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse und Fertigungsprozesse und führen hierüber Beratungs- und Fachgespräche. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Maßnahmen zur Optimierung von Arbeitsabläufen. ( LF 9, LF 11)

Lernfeldübersicht

1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4

40 Std.

Beruf und Ausbildungsbetrieb präsentieren

80 Std.

Einfache Objekte auftragsbezogen herstellen

80 Std.

Polstertechniken anwenden

80 Std.

Einfache Sitzpolster herstellen

exemplarische Lernsituation 

2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 5Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8

80 Std.

Hochpolster herstellen

60 Std.

Polster- und Bezugsmaterialien zuschneiden

80 Std.

Polsterbezüge herstellen

60 Std.

Arm- und Rückenlehnenpolster herstellen

3. Ausbildungsjahr
Lernfeld 9Lernfeld 10Lernfeld 11Lernfeld 12

80 Std.

Liegemöbel herstellen

60 Std.

Kissenpolster und Formteile herstellen

80 Std.

Endmontage und Qualitätskontrolle an Sitz- und Liegemöbeln durchführen

60 Std.

Herstellungskonzepte für Prototypen entwickeln

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 24.03.2017