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Lernfelder und Bündelungsfächer

Beschreibung der Bündelungsfächer

Die Beschreibung der Bündelungsfächer verdeutlicht den Zusammenhang der Arbeits- und Geschäftsprozesse in gleichen oder affinen beruflichen Handlungsfeldern, die konstituierend für die jeweiligen Lernfelder sind. Die Lernfeldübersicht zeigt die Zuordnung der Lernfelder zu den Bündelungsfächern.

Werkfeuerwehrschutz

Das Fach fasst alle Lernfelder des ersten und zweiten Ausbildungsjahrs zusammen, deren Zielsetzung darin besteht, werkfeuerwehrtechnischen Schutz fachgerecht sicherzustellen (LF 1, LF 6). Hierzu zählen:

  • Prozessabläufe des Unternehmens sowie die Struktur und die Aufgaben der Werkfeuer-wehr für Einsätze zu beherrschen
  • innerbetriebliche Informationswege und kommunikationstechnische Einrichtungen zu nutzen
  • Fahrzeuge und Geräte einsatzbezogen zu verlasten, zu führen sowie zu pflegen
  • Maßnahmen zur Beseitigung von Gefahren durchzuführen, die von gefährlichen Stoffen, Gütern und Anlagen ausgehen.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben sind insbesondere folgende lernfeldübergreifende Kompetenzbereiche zu berücksichtigen:

  • kundenorientiert und qualitätsbewusst handeln
  • Zusammenhänge erkennen
  • Einsatzfunktionen im Zusammenhang analysieren
  • Arbeitsabläufe zielgerichtet innerhalb der Einsatzorganisation strukturieren und eigenverantwortlich durchführen
  • Informationen erfassen, strukturieren, auswerten und dokumentieren
  • naturwissenschaftliche Zusammenhänge und Bedingungen beherrschen
  • Sicherheit und Schutz von Menschen und ökonomische Erfordernisse von Betriebsabläufen prüfen und gegeneinander abwägen
  • Kommunikation aufnehmen und gestalten.

Technische Hilfeleistung

Das Fach fasst die Lernfelder zusammen, deren Schwerpunkte metalltechnische und installationstechnische handwerkliche Kompetenzen und werkfeuerwehrtechnische Hilfeleistung zur Sicherung, Rettung und Bergung von Menschen, zur Einrichtung von Einsatzstellen und zur Aufrechterhaltung von Betriebsabläufen sind (LF 3, LF 4, LF 5, LF 7, LF 10). Hierzu zählen:

  • im Rahmen der im Einsatz zugewiesenen Funktion im Hinblick auf die Gefahrenabwehr und notwendige Verhaltensmaßnahmen, örtliche Gegebenheiten sichten und auswerten
  • metalltechnische und installationstechnische Gefahren erkennen und beseitigen und Maßnahmen zur Beseitigung unter Anwendung berufsfeldspezifischer Sicherheitsregeln ergreifen
  • betriebsspezifische Besonderheiten, insbesondere zur Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe und zur Werterhaltung berücksichtigen
  • Einsatzstellen, Bereitstellungsräume und Ablageplätze mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Mitteln einrichten, sichern und betreiben
  • Durchführung patientengerechter Maßnahmen zur Personenrettung.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben sind insbesondere folgende lernfeldübergreifende Kompetenzbereiche zu berücksichtigen:

  • Nutzung und Verarbeitung geeigneter Informationsquellen und –wege insbesondere der elektronischen Datenverarbeitung
  • Übernahme von Verantwortung für andere Einsatzkräfte und sich selbst
  • koordinierte Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften
  • Übernahme von Verantwortung für den eigenen Arbeits- und Lernprozess zur Erhaltung beruflicher Kompetenz
  • Verständnis für Einsatzplanung und –organisation einer aufgrund akuter Gefahrenlage notwendigen Arbeitsteilung
  • betriebswirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigen
  • Teamfähigkeit.

Brandbekämpfung und ABC-Einsatz

Das Fach fasst die Lernfelder zusammen, deren Schwerpunkte elektrotechnische und bautechnische handwerkliche Kompetenzen und Einsätze zur Brandbekämpfung sind (LF 2, LF 8, LF 9, LF 11). Hierzu zählen:

  • im Rahmen der zugewiesenen Funktion und des vorgegebenen Einsatzauftrages Schadenfälle in Verbindung mit Gefahren durch radioaktive Stoffe und Materialien (A Einsatz), biologische Stoffe und Materialien (B Einsatz) und chemische Stoffe und Materialien (C Einsatz) bekämpfen
  • Leitungswege unter Beachtung örtlicher Gegebenheiten und technischer Regeln beurteilen und die elektrische Energieversorgung prüfen
  • Fehler in elektrischen Baugruppen erkennen und beheben
  • geeignete Werkzeuge und Maschinen unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes auswählen und einsetzen
  • Aggregate zur Stromerzeugung einsetzen und Beleuchtungs-, Signal- und Arbeitsgeräte betreiben
  • Konstruktionen zum Sichern und Abstützen mit geeignete Materialien sowie Verbindungen planen und fertigen
  • Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes (VB) im Betrieb auf der Basis entsprechender Rechtsgrundlagen prüfen
  • Baustoffe und Bauteile hinsichtlich des Brandverhaltens klassifizieren und beurteilen
  • im Rahmen ihrer zugewiesenen Funktion und des ihnen vorgegebenen Einsatzauftrages Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung und zum Schutz von Sachwerten durchführen.

 Zur Bewältigung dieser Aufgaben sind insbesondere folgende lernfeldübergreifende Kompetenzbereiche zu berücksichtigen:

  • technische Unterlagen auch in englischer Sprache anwenden
  • Auftragsunterlagen auf Durchführbarkeit prüfen
  • Schalt- und Installationspläne erstellen
  • physikalische und chemische Kenntnisse anwenden
  • materialbezogene Berechnungen durchführen.

Lernfeldübersicht

1. Ausbildungsjahr
Lernfeld 1Lernfeld 2Lernfeld 3Lernfeld 4

40 Std.

Werkfeuerwehrtechnischen Schutz bereitstellen

80 Std.

Gefährliche Stoffe und Güter beurteilen und handhaben

100 Std.

Metalltechnische und installationstechnische Gefahren erkennen und beseitigen

60 Std.

Elektrotechnische Gefahren erkennen und beseitigen

exemplarische Lernsituation

2. Ausbildungsjahr
Lernfeld 5Lernfeld 6Lernfeld 7Lernfeld 8

60 Std.

Bautechnische Gefahren erkennen und beseitigen

80 Std.

Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten sicherstellen

80 Std.

Einsatzstellen einrichten und sichern

60 Std.

Einrichtungen und Pläne des vorbeugenden Brandschutzes überprüfen

3. Ausbildungsjahr
Lernfeld 9Lernfeld 10Lernfeld 11

100 Std.

Einsätze zur Brandbekämpfung durchführen

100 Std.

Einsätze zur technischen Hilfeleistung durchführen

80 Std.

ABC-Einsätze durchführen

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 22.02.2017