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Hochschultage Berufliche Bildung 2017

Fachtagung 15 Politik und Wirtschaftslehre
Migration, Diversität/Heterogenität im Politikunterricht bzw. in der Lehrerbildung

ProfIn Dr. Anja Besand, Technische Universität Dresden
Prof. i. R. Dr. Eberhard Jung, Gießen
Dr. Martin Kenner, Universität Stuttgart

Der Schulformpluralismus und die Heterogenität in vielen Lerngruppen kennzeichnen zentrale pädagogisch-didaktische Herausforderungen des beruflichen Schulwesens. Im politisch- ökonomischen Unterricht ergänzt sich im Kontext von Migration, Integration und gesellschaftlicher Vielfalt eine neue Qualität von Heterogenität, die von sozio-ökonomischer und/oder sozio-kultureller Vielfalt getragen wird und geänderte Zielsetzungen, Intentionen und Inhalte erfordern. Bildungsziele wie die gesellschaftliche und berufliche Integration oder die politische Teilhabe erhalten vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung.

Die angesprochene Heterogenität wird in Voraussetzungen konkret, die die Lernenden in den Politikunterricht mitbringen. Hierzu zählen beispielsweise die unterschiedlichen Vorstellungen, Interessen aber auch Wissensbestände über Politik, die im Rahmen einer herkunfts-spezifischen politischen Sozialisation erworben wurden.

Für Lehrende des Politik- und Wirtschaftsunterrichts, deren Aufgabe darin besteht, die genannten Bildungsziele und Lernvoraussetzungen durch geeignete Lernarrangements aufeinander zu beziehen, ergeben sich eine Reihe von Herausforderungen. Notwendig zu deren Bewältigung erscheinen neben Kompetenzen zur Begründung didaktisch-methodischer Entscheidung vor allem diagnostische Fähigkeiten, mit denen Ausprägungen von Heterogenität identifiziert und deren Bedeutung im Unterrichtsgeschehen angemessen reflektiert werden können. Orientierung liefern bei dieser Arbeit fachdidaktische Ansätze, die Fokussierung auf spezifische Zielgruppen im Lernprozess aber auch dialogisch angelegte Konzepte zum interkulturellen Lernen.

Die Fachtagung versucht, ausgewählte Aspekte dieser Herausforderungen zu beleuchten und vertiefend zu diskutieren. Sie wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 15.09.2017