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Hochschultage Berufliche Bildung 2017

Workshop 01 Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung

  1. Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) – vom Projekt zur Struktur –
  2. Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung: "Quo vadis"

Teil 1: Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) – vom Projekt zur Struktur –

Prof. Dr. Werner Kuhlmeier, Prof. Dr. Thomas Vollmer (Universität Hamburg)
Heiko Weber, Veronika Schlasze (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, Berlin)
Christian Srbeny (Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn)

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung startete das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Förderprogramm
"Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019". Es werden 12 Modellversuche zur strukturellen Verankerung von nachhaltiger Entwicklung in der beruflichen Bildung in zwei Förderlinien unterstützt.

In der Förderlinie I werden domänenspezifische Konzepte zur nachhaltigkeitsorientierten Kompetenzentwicklung in kaufmännischen Berufen des Einzelhandels, des Groß- und Außenhandels sowie des Speditions- und Logistiksektors erarbeitet. Bis 2019 sollen hier u .a. Maßnahmen für die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals sowie Lehrplanentwürfe, Lehr-/Lernmaterialien und Prüfungsaufgaben entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Für diese Förderlinie hat das BIBB das Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik (IBW) der Universität Hamburg mit der externen Wissenschaftlichen Begleitung beauftragt. In der Förderlinie II sollen Konzepte eines nachhaltigen Lernortes und einer nachhaltigkeitsorientierten Organisationsentwicklung erarbeitet und erprobt werden. Die Modellversuche innerhalb der Förderlinie II werden durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (fZbb) wissenschaftlich begleitet.

Zur strukturellen Implementierung ist zielführend, Konzepte zur nachhaltigkeitsorientierten Kompetenzentwicklung zu erarbeiten, das Führungs- und Berufsbildungspersonal zu nachhaltigem Denken und Handeln zu befähigen sowie nachhaltige Lernorte zu gestalten. Im Workshop sollen daher die folgenden Fragestellungen jeweils nach einem kurzen Impuls gemeinsam bearbeitet werden:

  • Wie kann nachhaltigkeitsorientierte Gestaltungskompetenz im Rahmen der dualen Berufsausbildung gefördert werden? Welche Qualifikationen und Kompetenzen benötigen das Berufsbildungspersonal bzw. die Promotoren in Unternehmen und beruflichen Lernorten?
  • Wie wird die Einbindung von "Nachhaltigkeit" in den einzelnen Phasen der Ausbildung (Bewerbermarketing, Ausbildungsplanung, Lernen im Prozess der Arbeit, Unterricht, Prüfung bzw. Kompetenzfeststellung, Übergang in Facharbeit) sichergestellt?
  • Welche Indikatoren können einen nachhaltigen Lernort messbar beschreiben und wie können messbare Indikatoren für einen nachhaltigen Lernort in der dualen Ausbildung – vor allem am Lernort Ausbildungsbetrieb – entwickelt werden?
  • Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für die Entwicklung eines nachhaltigen Lernortes in Organisationen (z. B. Unternehmen, überbetriebliche Ausbildungsstätten)?

Teil 2: Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung: "Quo vadis" 

Prof. Dr. Karin Rebmann (Universität Oldenburg)
Prof. Dr. Stephan Stomporowski (Universität Bonn)

Quo vadis – Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung? Mit dieser Fragestellung soll im Workshop eine Bilanzierung und ein Ausblick aus unterschiedlicher Perspektive erfolgen. Denn das Anliegen der Beruflichen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist kein Neues – seit Jahren haben Programme und Modellversuche das Thema aufgegriffen und belebt. An den Berufsschulen sind neue Entwicklungskorridore eröffnet, Curricula verändert und Bildungsmaterialien entstanden. Die betriebliche Praxis hat zahlreiche Innovationen hervorgebracht, neues Handeln begründet und Nachhaltigkeitsberichte etabliert. Doch haben diese Entwicklungen auch eine nachhaltige Wirkung erzielen können? Sind die gesetzten Ziele tatsächlich erreicht oder handelt es sich um den viel zitierten Tropfen auf den heißen Stein? Im Workshop stehen diese Fragen zur Diskussion und werden aus den Perspektiven der Wissenschaft, betrieblichen und schulischen Bildung sowie aus der betrieblichen Handlungspraxis kritisch bilanziert. Folgende Fragestellungen sollen im zweiten Teil gemeinsam diskutiert werden:

  • Welche Perspektiven ergeben sich für eine künftige Forschungsprogrammatik, deren Zielsetzung die Förderung der beruflichen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung beinhaltet?
  • Sind die Erfolge in der betrieblichen und schulischen Berufsbildung tatsächlich durchgreifend oder müssen neue Perspektiven eröffnet werden?
  • Hat die betriebliche Handlungspraxis auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit Fortschritte erzielt oder müssen neue Wege angedacht werden?
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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 18.08.2017