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Hochschultage Berufliche Bildung 2017

Workshop 06 Netzwerk TranSition
Netzwerk TranSition – Interdisziplinäre Übergangsforschung

Jun.-Prof. Dr. Eckart Diezemann (Universität Siegen)
Jun.-Prof. Dr. Daniel Mays (Universität Siegen)
Jun.-Prof. Dr. Daniel Pittich (Universität Siegen)

Übergangsforschung befasst sich traditionell mit offenen Fragen des Übergangs u. a. innerhalb und außerhalb von Bildungsbiografien und -prozessen. Hiermit sind in der einschlägigen Literatur (Schröer, W.; Stauber, B.; Walther, A.; Böhnisch, L.; Lenz, K. [2013]) zwei ineinander verschränkte Ebenen von Passungsproblematiken angesprochen: 1) institutionelle Übergänge und 2) individuenbezogene Aspekte von Übergängen (Transitionen).

Zu 1): Offene Fragen institutioneller Transitionen sind sowohl innerhalb des Bildungssystems (zwischen Schulformen z. B. Sekundarstufe I in das Übergangssystem,) als auch im Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem zu beobachten (z. B. Sekundarstufe I bzw. Übergangssystem in das Beschäftigungssystem).

Zu 2): Diesen institutionellen Transitionen stehen individuenbezogene Übergänge gegenüber, deren interdisziplinäre Beforschung unter Inklusionsbedingungen eine zusätzliche Legitimation erhält (Buchmann/Diezemann 2014). Eine ex ante durchgeführte Analyse deutet an, dass sich nicht nur innerhalb dieser beiden Perspektiven, sondern auch innerhalb der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen nebeneinanderstehende (disziplinäre) Subkontexte des Themas herausgebildet haben, die bisher nur bedingt aufeinander bezogen sind (vgl. Bergmann, M.; Hupka-Brunner, S.; Meyer, T. [2012]).

An dieser Stelle setzt der Workshop "Netzwerk TranSition" an: Das wissenschaftliche Netzwerk zwischen Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Fachdidaktik der Technik und Förderpädagogik/ Entwicklungswissenschaft erschließt (Teil-)Fragen der inklusionsbezogenen Übergangsforschung interdisziplinär über verschiedenartige disziplinäre bzw. forschungsmethodische Zugänge. Dabei sind zunächst initiative theoretische und empirische Bilanzierungen notwendig, um den Stand der Forschung und insbesondere auch konzeptionelle Ansätze in der interdisziplinären Breite zu erfassen. Im Workshop werden Ergebnisse dieser Bilanzierungsarbeit vorgestellt, indem jeweils exemplarisch aus Sicht der am Netzwerk beteiligten (Teil-)Disziplinen Forschungsansätze und Konzeptionen präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Durch die Moderation der Workshopleitung soll aufgezeigt werden, inwiefern Erkenntnisse und Konzeptionen der Teildisziplinen fruchtbar für ein inklusionsorientiertes Übergangsmanagement zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem gemacht werden können.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 26.10.2017